
geRecht II
FÄLLE VON FREIHEIT VOR GERICHT
Eine begehbare theatrale Filminstallation (für geRecht I - hier lang)
"Dies ist eine hochinteressante und sinnlich erfahrbare Kreuzung aus Theater,
Film und Installation: Ein auf- und anregender Abend."Peter Zander, Berliner Morgenpost

Foto: © Michael Romstöck
"geRecht" - Das Projekt
Eine begehbare immersive 3-D Installation über 7 Film-Leinwände, 8 Monitore und 12 Lautsprecher –
nur live im Theater zu erleben:
Angesichts der aktuellen Migrationsdebatten taucht „geRecht“ ein in die komplexe und (noch) unabhängige Welt der Gerichte, wo die Auswirkungen neuer Asylgesetze sofort spürbar sind. Auf raumhohen Videoprojektionen, künstlerisch gestalteten Räumen und durch ein mehrkanaliges Soundsystem begegnen die Besuchenden verschiedenen (über-)lebensgroßen Justizexpert:innen und Kläger:innen Auge in Auge: im Verwal-tungsgerichtssaal, in den Büros der Mitarbeiter:innen und in den Fluren einer Asylrechtskammer. Dabei gewähren raffiniert mon-tierte Filmbilder, Dialoge, computergenerierte Animationen und Sounds tiefe Einblicke in die praktische Arbeit der Jurist:innen, vor allem aber in ihre Gedankenwelten, ihr Fachwissen und ihre Emotionen unter dem Druck der täglichen Arbeit.
Inhalt Episode II
Als ein Asylrechts-Kläger, der unmittelbar vor seiner Anerkennung steht, unter Terrorverdacht gerät, werden die Prinzipien aller am Prozess Beteiligten unter dem Einfluss von Politik und Medien auf die Probe gestellt. In dieser Situation wird die Richterin (Corinna Harfouch) von ihrer Vergangenheit eingeholt, da sie sich in der jungen Azade Jahangiri (Anke Retzlaff) wieder erkennt, die nach ihrer Flucht aus Afghanistan und Iran gegen die Ablehnung ihres Asylantrags klagt. Gleichzeitig versetzt sie die rechtsextreme Tochter einer alten Freundin in die Vision einer düsteren Zukunft. Am Ende erklärt die Richterin die Idee von Gerechtigkeit innerhalb des deutschen Asylsystems zum Mythos und erkennt ihre Verantwortung als Richterin und Mensch.
Wichtiger Hinweis: Episode 1 und 2 sind so gestaltet, dass sie auch unabhängig voneinander gesehen werden können.
Felix Müller in der Berliner Morgenpost:
"(…) Es ist erstaunlich, wie gut dieses innovative Erzählmodell funktioniert, wie es sich zugleich schlüssig einfügt in das Bemühen dieses Abends, Nuancen zu vermitteln, wo sonst simple Parolen und Populismus des Diskurs bestimmen. Die Vielschichtigkeit gibt neben Corinna Harfouch auch Roland Bonjour, Omar El Saeidi, Anke Retzlaff und Pegah Ferydoni viel Gelegenheit zur schauspielerischen Entfaltung. In der einen Sichtachse blickt man direkt in die Vergangenheit der Richterin, in de anderen ins Kriegsgebiet, in einer dritten ins Labyrinth der Rechtsprechung. Ein ergreifender, wichtiger und kluger Abend. Ein dritter Teil ist geplant.”
17.JUNI MITTWOCH 20:00Uhr
18.JUNI DONNERSTAG 20:00Uhr
19.JUNI FREITAG 20:00Uhr
20.JUNI SAMSTAG 20:00Uhr
Eingang über den Prinzenhof Prinzenstraße 85F
Reservierungen nehmen wir auch via Telefon entgegen:
✆ 0157 50994701
geRecht Episode I -
wurde ausgewählt für das
Festival POLITIK IM FREIEN THEATER 2023
und als BERLIN SPEZIAL
für das "Achtung Berlin Filmfestival 2025"
*english
„JUSTice“ – An overview
An immersive 3-D Installation across 7 transparent Film-Screens, 8 Monitors and 12 Loudspeakers –
only to be enjoyed live in a Theatre:
With “geRecht”, the suite42 collective, led by director Lydia Ziemke, examines the German legal system from within, in a hybrid theatre form. ‘geRecht’ does not explore the cases and fates of refugees but rather it focuses on the scope for action and possible interpretations in German asylum procedures. The three-part series ‘geRecht’ is presented in an innovative digital- analogue performance format. On floor-to-ceiling video projections, artistically designed rooms and through a multi-channel sound system, visitors come face to face with various larger-than- life legal experts and plaintiffs. A higly innovative, unique and tremendously topical theatre experience!
Content Episode II
When an asylum seeker who is about to be granted his right to stay gets under suspicion of terrorism, the principles of everyone involved in the trial are put to the test, and also under pressure from politicians and the media. Judge Baumann (Corinna Harfouch) is haunted by her past, as she recognises herself in the young Azade Jahangiri, who is appealing against the rejection of her asylum application after fleeing Afghanistan and Iran. Through her encounter with this young plaintiff, judge Baumann's private and professional spheres become intertwined once again. In the end, she declares the idea of justice within the German asylum system to be a myth and recognises her personal responsibility – as a judge and as a human being.
‘A highly interesting and sensual cross between theatre, film and installation: an exciting and stimulating evening.’
- Peter Zander, Berliner Morgenpost
CREDITS
Autor:innen: Maria Milisavljević, Matin Soofipour Omam, Peca Stefan, Lydia Ziemke
Mit: Roland Bonjour, Omar El-Saeidi, Pegah Ferydoni, Corinna Harfouch, Anke Retzlaff, Thomas Bading (Stimme), Katja Riemann (Stimme)
Regie: Lydia Ziemke
Narratives Konzept: Daniel Hengst, Nils Lauterbach, Lydia Ziemke
Assistenz Narratives Konzept: Hannes Maar
Produktion: Nils Lauterbach, Hannes Maar
Produktionsassistenz: Andriana Seecker, Ihor Kotliarov
Video-künstlerische Umsetzung: Daniel Hengst
Musik- und Tondesign: Nils Lauterbach
Skript/Dramaturgie: Maria Milisavljevic, Allex Fassberg Kreativer Berater: Mehdi Moradpour
Kostüme: Claire Schirck, Katharina Kratz
Maske: Selina Schaal
Assistenz Maske & Kostüm: Clemens Alleweldt
Aufnahmeleitung: Hannes Maar, Niina Walter
Leitung Ton: Nils Lauterbach
Leitung Kamera: Daniel Hengst
Kamera: Bildmühle (Lukas Spijkermans, Oskar Piorkowski, Malte Brinkmann), Jenny Fitz
Kamera-Assistenz: Nastya Roshuk, Gordiiash Kseniia
Setassistenz: Anna Goman
Team Cast: Alex Ebeert, Boris Jarosch, Ipek Seyalioglu, Karina Stübiger
Lichtdesign: Bildmühle, Daniel Hengst, Henning Streck
Bühnenbau: Mona Glass & Sebastian Birnbacher
Colour Grading: Jenny Fitz, Daniel Hengst
CGI: Aljoscha Burtchen, Daniel Hengst
CGI Ameisen: Youness Atbane, Soufiane Bouftaim
technische Leitung: Nils Lauterbach
Key-Grip: Daniel Hengst
Rigging Grip: Nils Lauterbach
Grip: Oscar Benjamin Günther
Vioso Operator & Mapping: Nils Lauterbach
Technik tak: Antje Kuhfeld, Ron Bracht, Henning Streck, Kristian Könner
Set-Fotografie: Michael Romstöck, Hannes Maar
Episode II ist eine Produktion von suite42, in Kooperation mit tak Theater Aufbau Kreuzberg und Aufbau Haus.
Gefördert aus Mitteln des Fonds Darstellende Künste, und von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie.
Mit freundlicher Unterstützung von 25p CineSupport.
Weitere Informationen hier:
https://www.suite42.org/produktionen/gerecht/
