
Happy Looking for Freedom
von suite42
mit Texten von Roland Bonjour
Ein amerikanischer Actionheld der 1980er TV-Jahre sitzt an einem Tisch und wartet auf seine Fans. Routiniert liefert er, was von ihm erwartet wird: legendäre Sprüche, unvergessene Gesten und Anekdoten aus einer Zeit, in der Fernsehserien das bestimmende Gesprächsthema in den Büros waren. Eine Zeit, in der man glaubte, ein klarer moralischer Kompass könne jedes Problem lösen. Eine Zeit, in der Sehnsüchte in Neon leuchtend baldige Erfüllung verhießen. Doch diese Autogrammstunde gerät außer Kontrolle.
Aus der harmlosen Nostalgieshow wird ein ebenso komischer wie verstörender Abend. Der Held von damals überrascht mit einem scharfen Blick auf die Gegenwart. Wo früher die Bösewichte leicht zu erkennen waren, sind sie heute unsichtbar geworden. Er spricht über Einsamkeit und Gewalt, globale Märkte und die verborgenen Mechanismen unseres Wohlstands. Der Tisch, seine Kleidung, die Requisiten – scheinbar alltägliche Gegenstände erzählen plötzlich von globalen Lieferketten, ausgebeuteten Ressourcen und den verborgenen Kosten unseres Konsums. Was als Autogrammstunde eines abgehalfterten Actionhelden beginnt, endet so als ebenso absurde wie berührende Begegnung mit unserer Gegenwart.
Eine Kooperation von suite42 mit dem euro-scene Festival Leipzig und dem MONODRAMA Festival Luxembourg, sowie mit dem tak Theater Aufbau Kreuzberg. Premiere ist am 4.11. beim euro-scene Festival im Westflügel, Leipzig.
Länge: ca. 70 Minunten ohne Pause.
Regie: Lydia Ziemke
Text und Spiel: Roland Bonjour
Sound: Nils Lauterbach
20. NOVEMBER
FREITAG 20:00 Uhr
- Berlin-Premiere
Ticket Information
12,00 ermäßigt
18,00 Vollpreis
Im Prinzenhof des Aufbau Haus
Eingang von der Prinzenstraße durch den Tunnel -
Prinzenstraße 85F

